Ob wir wollen oder auch nicht, wir nutzen unsere von Gott gegebene Schöpferkraft jeden Tag, jede Stunde und jede Minute. Doch oft in eher destruktiver Form. Oftmals fühlen wir uns scheinbar von unserer Kraft getrennt. . Hier habe ich einen Artikel darüber geschrieben, wie wir uns mit der Schöpferkraft rückverbinden und sie für unser Leben nutzen können.

Alle Menschen hatten in einer ihrer Inkarnationen mit Machtmissbrauch zu tun. Und ich meine damit, dass wir selbst auch Täter waren, nicht nur Opfer. Ich sage das nicht, um jemanden schlechte Gefühle einzureden. Natürlich fühlt es sich schöner für uns an (was in uns fühlt das genau?), wenn wir wissen, dass wir ein heiliger Samariter waren, ein toller Heiler oder sonst irgendwas ganz lichtvolles und ehrenwertes getan haben. Doch die Wahrheit ist: Wir waren auch Täter, oh ja, viele Male und das ist in Ordnung so. Es gehört einfach zu dieser Erfahrung Mensch-Sein dazu. Täter zu sein ist nichts Schlechtes und Opfer zu sein ist nichts Heiliges.

In unsere Kraft zu kommen bedeutet beides zu integrieren, beides zu akzeptieren und beides auch zu lieben: Licht und Schatten. Es ist beides in uns.

Bei vielen spirituellen Menschen lässt sich beobachten, dass sie auf der Lichtseite stehen wollen und jegliche Emotionen und Erfahrungen vermeiden, die man mit Schatten assoziieren könnte.

Doch es geht meiner Meinung nach nicht darum immer lichtvoller zu werden, denn das ist nur die eine Seite der Medaille. Wir berauben uns unserer eigenen Schöpferkraft, wenn wir den Teil in uns verleugnen, der den Schatten darstellt.

Wir werden Lichtvoll sein, wir sind Lichtvoll. Doch Gottes Wunsch, unser aller Wunsch ist, dass alles wieder in die Einheit zurückkehrt.

Die Einheit, nach der wir uns sehnen, beinhaltet beides: Licht und Schatten, Gut und Böse. Sie sind beide ein Teil des Ganzen. Beide Aspekte des unendlichen göttlichen Ausdrucks.

So verurteile dich nicht mehr für deine schlechten Taten. Schäme dich nicht für die Erkenntnisse, die du auch über das scheinbar Böse gesammelt hast.

Beraube dich nicht weiter deiner Kraft, weil du vielleicht in deinem Leben weniger lichtvoll gehandelt hast.  Akzeptiere es als eine Erfahrung. Vergebe dir und liebe dich dafür.

Dies ist dann tatsächlich die Liebe zu allem was ist. Dies bedeutet dann wirklich Gott in jeder Schöpfung, in jeder Situation zu sehen.

Spüre in dich hinein. Du weißt genau, wenn du deine Schöpferkraft wieder in dir finden möchtest, dann geht das eben nur über die Annahme beider Seiten in dir.

Es gilt nicht viel zu tun, um uns wieder mit  unserer Macht zu verbinden.

Erkenne, dass du gar nicht anders sein kannst, als machtvoll. Du bist ein Teil Gottes.

Akzeptiere deine Schatten, so wie du dein Licht akzeptierst.

Um dann deine Schöpferkraft wieder zu entdecken, reicht eine klare Absicht, ein kleines Ritual aus.

Und dann wenn die Zeit gekommen ist und sich unser Kelch wieder gefüllt hat, werden wir voll und ganz erkennen, wer wir sind und welche Macht wir haben.

Vorbereitung

Setz dich bitte entspannt hin oder leg dich hin. Welche Position du wählst ist egal. Ich weiß, es gibt viele Lehren, die uns vorgeben beim Meditieren gerade zu sitzen, aber ich finde, es ist wichtiger, dass man eine Sitzposition findet, in der man eine Weile verbleiben kann. Wenn du liegen willst, dann tue das. Wenn du sitzen willst, dann sitz. Die aufrechte Position ist zwar zu empfehlen, da man wacher und klarer ist, doch es gibt Menschen, die Schwierigkeiten damit haben vollständig gerade zu sitzen. Es spricht nichts dagegen, den Rücken anzulehnen oder sich gemütlich ins Bett zu legen.

Bei allen Ritualen ist es wichtig, ins Gefühl zu kommen. Die Worte sind erschaffend und machtvoll, doch noch wichtiger ist es, dass du das was du aussprichst, auch in dir fühlen kannst. Mach dir bewusst, dass du mit diesem Ritual den Startschuss gibst in ein neues machtvolles Leben einzutreten. In ein Leben voller Eigenmacht und Schöpferkraft.

Mach dir eine Kerze an und vielleicht hast du auch Lust vorher etwas zu räuchern oder deine Duftlampe mit deinem Lieblingsduft anzumachen.

Wenn du möchtest, dann lege dir jetzt eine schöne CD auf. Tue das, was dir gut tut.

Komm zurück zu dir, komm in dein Herz und in deine Stille. Dies ist dein heiligster Moment.

Erinnere dich zurück an dein bisheriges Leben. Es gab so viele Situationen, in denen du geglaubt hast machtlos zu sein. Es gab so viele Situationen, in denen du dich machtlos gefühlt hast, eine dir nicht mehr dienliche Situation zu ändern.

Fühle ganz genau hinein, lass deine Erinnerungen nach oben kommen.

Wie oft hast du mit dir gehadert und Chancen nicht ergriffen, die dir geboten wurden?

Wie oft hast du aus Angst nicht das getan, was deine Seele dir geraten hatte?

Und wie oft hast du deine Macht abgegeben und so verhindert in deine Kraft zu kommen?

Es wird Zeit die Energie wieder zurückzuholen. Es wird Zeit wieder in die Kraft zu kommen.

Und? Hast du Lust? Bist du bereit?

Die kleine geheime Zutat um dich mit deiner Schöpferkraft wieder zu verbinden:

Deine Absicht.

Ritual zur Rückverbindung mit der Schöpferkraft

Ein Ritual, das klingt nach etwas besonderem. Ich möchte dich nicht verunsichern. Ich liebe Rituale. Rituale helfen uns dabei, all unsere Geisteskraft, unsere Schöpfermacht, alle unsere Energien auf einen Punkt zu bündeln.

Allerdings gibt es viele Menschen, die glauben, dass ein kompliziertes Ritual, eine bestimmte Einweihung oder eine bestimmte Person die Voraussetzung für eine erfolgreiche Re-Aktivierung der Schöpferkraft benötigt werden. Um dieses oder jenes zu bekommen, muss man eine bestimmte Silbe 50-mal laut aussprechen, während man rückwärts um einen Tisch läuft. Oder man muss zu einer ganz bestimmten Person gehen und 300€ bezahlen. Oder man muss ein Aktivierungs-Seminar besuchen.

Nun ich habe einen anderen Glauben und bitte dich diesen Glauben mit mir zu teilen. Nur für einen Moment vielleicht.

Ich bitte dich nur darum, deine Absicht aus der Tiefe deines Herzens auszudrücken und bin mir sicher, dass du so wieder in deine Schöpferkraft kommst. Unterschätze nicht deine Absicht. Die Absicht ist wie ein Klang, der durch das Universum schwingt und alles vibrieren lässt, was mit dem Klang in Resonanz steht. Ein einzelner Satz, mit all deiner Absicht und deiner Geisteskraft erfüllt, reicht aus um Universen zum Schwingen zu bringen.

Ich bitte dich nur darum einen Brief an Gott, die Engel, dein höheres Selbst oder an DICH zu schreiben. An wen ist nicht so wichtig, es ist alles eins.

Was bedeutend ist, ist der Inhalt.

Gehe ganz bewusst in deine Emotionen, schau dir dein Leben und deine scheinbare Machtlosigkeit ganz genau an. Was glaubst du hält dich von deiner Schöpferkraft ab? Siehe vielleicht vorhandene Blockaden und Begrenzungen, wo immer sie her kommen. Spüre die Sehnsucht in dir wieder eins mit dir selbst zu sein. Spüre den Wunsch in dir, dein göttliches Bewusstsein, deine Schöpferkraft wieder in dir zu entfachen.  Und dann spricht deine Absicht aus, erzähle Gott von dieser Sehnsucht.

Das ist alles. Glaube mir.

Wenn es dir lieber ist, einen Text in der Hand zu halten und diesen einfach vorzulesen, dann kannst du das tun. Ich werde dir ein Beispiel geben, wie du deine Absicht formulieren könntest. Doch frage dich eins:

Wäre es nicht der erste Schritt in die eigene Schöpferkraft, wenn dein  Ritual, deine Bitte an die geistige Lichtwelt von DIR selbst kommt?

Du alleine kennst dein Leben, du alleine kennst deine Sehnsüchte.  Gehe in dein Herz und spreche all deine Sehnsucht aus.

Geliebter Gott Vater, geliebte Gott Mutter

Voller Sehnsucht spreche ich zu dir. So viele Jahre, so viele Leben habe ich hier auf der Erde verbracht. So lange Zeit war ich dem Spiel des Karma unterbunden und habe meine wahre Natur vergessen. Ich habe geliebt, ich habe gelitten, ich habe geweint und mich gefreut. So viele Erfahrungen habe ich gemacht, doch jetzt ruft mein Herz und es ruft meine Seele. Die Sehnsucht mein wahres Ich zu erkennen ist so groß geworden, jeden Tag, den ich lebe, spüre ich dass ein Teil von mir fehlt. Und das bist du.

So oft fühle ich mich getrennt von dir.

Getrennt, weil ich dich nicht in mir wahrnehmen kann. All meine Erfahrungen, meine Glaubensmuster und Strukturen, all meine Ängste und Traurigkeit stehen scheinbar zwischen uns. 

Heute an diesem wunderbaren Tag, den du mir geschenkt hast, möchte ich dich um etwas bitten: Bitte Gott, von ganzem Herzen, lass mich erkennen, wer ich wirklich bin. Bitte Gott, lüfte den Schleier, der über meinen Augen und über meinem Herzen liegt.

Ich habe geglaubt etwas Geringeres zu sein, als du bist. Ich habe geglaubt es nicht wert zu sein, deine Liebe zu empfangen. Ich bitte dich, löse mich von diesen Glaubensmustern.

Ich bitte dich auch, löse die Ängste auf, die da noch in mir sind. Lasse deine Gnade leuchten, lasse dein Licht auf mich wirken, so dass alle Ängste von mir abfallen. Ich brauche sie nicht mehr.

Alle Begrenzungen mögen jetzt fallen. Mit deiner Hilfe löse ich jetzt jede Blockade auf, die mich daran hindert mein wahres Sein, meine wahre Schöpferkraft zu leben.

Nichts soll mich von dir trennen und nichts soll mich von mir selbst trennen.

Bitte nimm meine Hand und führe mich dorthin, wo ich dich finden kann. Führe mich zu mir selbst.

Ich danke dir und ich liebe dich.

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