Spieglein Spieglein an der Wand

Beides, unterdrückte Emotionen und Glaubensmuster, beeinflussen ihre Partnerwahl erheblich. Ist ihnen einmal aufgefallen, dass Sie immer wieder den gleichen Typus Partner in Ihrem Leben haben oder kennen Sie Freundinnen, die zum x-ten Male auf einen gleichen Typus Mann reingefallen sind? Stimmen Sie mir zu, dass Ihr Partner oft etwas von Ihrem eigenen Vater oder Ihrer eigenen Mutter hat, dass Verhaltenszüge ähnlich oder bisweilen sogar identisch sind? Haben Sie sich je gefragt, wieso das so ist?

Stellen Sie sich bitte einmal vor, dass sich in Ihnen eine kleine, geheime Kammer befindet, in der sich Ihre unterdrückten Gefühle herum tummeln. Sie haben diese Kammer in Ihrem Inneren aufgebaut, als Sie Situationen erlebt haben, die Sie nicht ganz bewältigen konnten. In diese Kammer haben Sie dann die Emotionen gesteckt, die Sie damals nicht wirklich bereit waren zu fühlen. Irgendwo mussten diese Gefühle ja hin, wenn Sie sie nicht raus lassen konnten.

Diese Kammer ist eigentlich nicht dafür vorgesehen vollgestopft zu werden. Eigentlich sollte die Tür der Kammer ab und zu geöffnet werden, damit der ganze alte Emotionen-Schmodder seinen Weg nach draußen findet. Doch wir lassen diese Tür geschlossen, Jahre und Jahrzehnte lang.
Irgendwann kommen wir in das Alter, in dem wir den Wunsch nach einem Partner verspüren. Wir träumen von einer romantischen Beziehung, einem liebevollen Partner, der uns die Sterne vom Himmel holt. Wir sehnen uns nach einem Menschen, der all das hat, was wir nicht haben. Wir wollen einen Partner, der all unsere Sehnsüchte erfüllt. Und dann treffen wir auf einen solchen Menschen und verlieben uns Hals über Kopf.

Was dann kommt, wissen Sie bereits: Die Ernüchterung tritt ein.

Es ist nicht nur so, dass ein Partner all diese Wünsche unmöglich erfüllen kann, denn das ist nicht seine Aufgabe, sondern oft tritt dann nach der Phase des Verliebtseins genau das Gegenteil ein: Der Partner outet sich als rücksichtslos, ungeduldig, launisch und achtet überhaupt gar nicht auf die Bedürfnisse des Partners. In schlimmeren Fällen sogar entpuppt sich der Romantiker als Fremdgänger und der Sanfte als waschechter Macho.

Dieses Phänomen betrifft natürlich nicht nur die Herren, sondern gleichfalls die Damen. Die Frauen entwickeln sich zwar vielleicht nicht zu Fremdgängern oder Machos, aber sie sind genauso anfällig für dieses Verwandlungsphänomen: Sie werden plötzlich kontrollsüchtig, eifersüchtig, rachsüchtig und machen nichts anderes als von morgens bis abends Erziehungsmaßnahmen an den Herren auszuprobieren.

Wenn wir diese Erfahrung oft genug gemacht haben, stellen sich zwei Fragen:

1. Gibt es nur Idioten auf dieser Welt?
2. Wieso immer ich?

Wenn Sie ehrlich zu sich sind, werden Sie die erste Frage gar nicht erst stellen, denn natürlich gibt es nicht nur Idioten auf diesem Planeten. Die zweite Frage, die wesentlich Klügere, wird Sie unausweichlich an den Kern der Wahrheit bringen:

Sie selbst sind es, die diese Art von Mensch in ihr Leben einladen.

Ich gehe noch weiter:

Diese Art von Partner, dieses Verhalten von dem Partner ist genau das was Sie brauchen!

Wofür?

Um zu heilen!

Unbewusst wählen Sie genau den Partner, der Ihnen dabei hilft, Ihre alte Verletzung zu heilen. Unbewusst wählen Sie automatisch den Partner, der den Schlüssel zu Ihrer verschlossenen Kammer bei sich trägt. Und es ist nun seine Aufgabe diese Kammer zu öffnen. Ihr Partner kann nicht anders, als Ihre Knöpfe zu drücken. Denn bevor Sie eine glückliche und harmonische Beziehung führen können, müssen die alten Emotionen weichen.

Aus meinem Buch: Trennung muss nicht sein

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